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Wallfahrtskirche "Maria in der Tanne", Triberg
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Hochaltar der Wallfahrtskirche (1705) mit neuem Zelebrationsaltar (2000)
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1.Gottesdienste:
An jedem Samstag ist um 9 Uhr
Wallfahrtsamt. Näheres erfahren Sie im
"Wallfahrtskalender" oder im kath. Pfarramt
(Tel. 07722/4566).
2.Ursprung und Geschichte der Wallfahrt "Maria in der Tanne"
a) Heilung des 7 jährigen Mädchens
Barbara Franz im Jahre 1644. Die
Wallfahrt "Maria in der Tanne" beginnt mit der Heilung des 7 jährigen
Mädchens Barbara Franz im Jahre 1644. Der erste Wallfahrtsdirektor
J. B. Degen kannte sie noch persönlich. Er hat sie am 6.Februar 1706
im Pfarrhof zu Triberg unter Anwesenheit ihres Mannes,des Amts-
schreibers Johann Ketterer, über ihre Heilung als Kind ausführlich befragt
und ihre Aussagen beeidigen lassen. Demnach ereignete sich im Jahre
1644 an dem Platz, wo heute die Wallfahrtskirche steht,folgendes:
Damals stand hier eine mächtige Tanne. Daran war ein "anmutiges
Marienbild von der unbefleckten Empfängnis auf Pergament gemalt in
bequemer Höhe" angeheftet. Daneben entsprang aus dem Felsen eine
frische Quelle. Als das 7 jährige Mädchen eines Tages mit ihrer Mutter
Anna geb. Kienzler auf dem schmalen Wanderpfad nach Schonach an
dieser Tanne vorbeikam, lag dieses Bild am Boden. Barbara hob es auf
und nahm es entgegen dem Willen seiner Mutter mit nach Hause. Dort
stellte sie es in den Herrgottswinkel und hielt es in großen Ehren. Doch
diese Freude währte nicht lange. Drei Tage danach bekam sie ein
schweres Augenleiden, und es bestand sogar die Gefahr der Erblindung.
Die Eltern waren in großer Sorge. Und weil medizinische Heilmittel nicht
halfen, setzten sie ihre Hoffnung im Gebet auf Gott. Barbara war indessen
eingeschlafen. Eine Stimme im Traum versprach ihr völlige Heilung, wenn
sie das gefundene Bild wieder an den Tannenbaum bei der Quelle
zurückbringe. Die Eltern sahen darin ein göttliches Zeichen. Sie gingen
mit Barbara zur Tanne, hängten dort an dem ursprünglichen Platz das
Marienbild wieder auf, verrichteten ihr Gebet und wuschen die Augen des
Kindes mit dem Wasser aus der Quelle. Von dieser Stunde an besserte
sich das Augenleiden merklich, so dass das Kind nach zwei Tagen völlig
gesund war.
b) Stiftung des Gnadenbildes im Jahre 1645
Der Schneidermeister Friedrich Schwab, im Alter von 68 Jahren an Aus-
satz erkrankt und in das Siechenhaus eingewiesen, hat vermutlich von
dieser Heilung der Barbara Franz erfahren. Er pilgerte im Jahr 1645 in
seiner Not zur Tanne und versprach im Gebet, ein geschnitztes Marienbild
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zu stiften, wenn er von seiner Krankheit geheilt werde. Dann wusch er sich
im Wasser der Quelle und war sofort geheilt. Noch im gleichen Jahr erfüllte
er sein Versprechen und stellte aus Dankbarkeit für seine Heilung die kleine
Marienstatue (18 cm groß) in die Tanne. In den darauffolgenden Jahren
kamen immer wieder Gläubige an diesen Ort, um zu beten. Und es sind
auch Heilungen bezeugt. Doch weil sich niemand um die Pflege kümmerte,
wuchs es allmählich ein und blieb fast 40 Jahre lang vergessen. , bis (am
22. 12.) 1692 drei Tiroler Soldaten sie halb eingewachsen in der Tanne
wieder fanden. Seitdem wird sie dank der vielen Heilungen als "Gnadenbild"
verehrt.
c) Neuentdeckung des Gnadenbildes durch drei Tiroler Soldaten 1692
Einen Neubeginn erlebte die Wallfahrt erst im Jahre 1692 durch die drei Tiroler
Soldaten Anton Haiß, Georg Gruber und Lorenz Zähringer. Sie gingen am
20. 12. 1692 bei anbrechender Dunkelheit, als eben die Glocken zum "Engel
des Herrn" geläutet hatten, von Triberg nach Schonach. Da hörten sie bei der
Gegend, wo die Tanne stand, "einen ungewöhnlichen Lob-Gesang". Als dieser
nach etwa einer viertel Stunde zu Ende war, gingen sie davon sehr berührt zu
ihren Kameraden nach Rohrhardsberg und erzählten es ihnen. Dieser
Erzählung hörte auch ein alter Mann aufmerksam zu und berichtete hernach,
dass in derselben Gegend vor wenigen Jahren der Triberger Müller Adam
Möhler dasselbe gehört habe. Aber man glaubte ihm nicht. Ferner erzählte er,
dass vor vielen Jahren ein gewisser Bürger von Triberg an diesem Ort
wunderbar geheilt worden sei und zum Dank eine kleine Marienstatue in einen
Tannenstamm gestellt habe. Durch diesen Bericht neugierig gemacht
durchsuchten sie am nächsten Tag jene Gegend und fanden schließlich
halb eingewachsen "Maria in der Tanne". Daher kommt der Name der
Wallfahrt. Sie reinigten das Gnadenbild und machten ein Schutzdach darüber
mit der Überschrift: "Maria, Patronin der Soldaten, bitte für uns". Seither
kamen immer mehr Gläubige hierher, um zu beten. Und da an diesem Ort
auffallend viele Heilungen geschahen, wurde die Zahl der Pilger immer größer
und der Wunsch nach einer Wallfahrtskirche immer lauter. Dazu trug vor
allem die Heilung eines der Soldaten bei, des Gabriel Maurer (+09. 05. 1730),
der zum Dank für seine Heilung nach Beendigung seines Soldatendienstes
nach Triberg kam und 35 Jahre lang als erster Mesner an der Wallfahrtskirche
wirkte. Man baute für ihn 1697 das sog. "Mesnerhäuschen" neben der heutigen
Wallfahrtskirche.
d) Bau der Wallfahrtskirche (1699 - 1705)
Durch die Zunahme des Pilgerstromes wuchs auch der Wunsch nach einer
Wallfahrtskapelle. Nach Errichtung einer ersten kleinen Kapelle (1697) wurde
mit dem Bau der jetzigen Wallfahrtskirche im Jahre 1699 begonnen. Sie ist ein
äußerlich schlichter Barockbau mit mächtigem Zwiebelturm. Baumaterial dafür
holte man vermutlich von der abgerissenen Klosterkirche in St. Georgen (vgl.
romanischer Vries am Turm). Innen ist sie prächtig ausgeschmückt mit
barocken Altären und Kanzel, die der bekannte Bildhauer Josef Anton Schupp
aus Villingen zwischen 1703 - 1705 geschaffen hat. Der Hochaltar birgt in der
Mitte den Tannenstamm, in den 1645 der Triberger Schneidermeister Friedrich
Schwab das gestiftete Gnadenbild gestellt hatte, nachdem er an dieser Stätte
von einer unheilbaren Krankheit geheilt worden war.
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Der Wallfahrtskalender
Wallfahrtskalender (hier zum download klicken)
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Ausführlichere Erklärungen finden Sie in folgenden Schriften:
"Maria in der Tanne - Triberg" (Kirchenführer) 1989
"Maria in der Tanne - Wallfahrt in Triberg" (Bildbändchen zum Jubiläum) 1995
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